WER STREIKT, IST AUCH SCHNELL EIN FEIND
Studierendenproteste, Unibesetzungen und die Forderung nach freier Bildung. Studiengebühren, schlechte Umsetzung von Bologna und soziale Selektion. Der Protest der Studierenden: endlich ist er da. Erfreulich, dass er sich über die gesamte Bundesrepublik erstreckt. Wann hat es das letzte Mal eine solche umfassende Bewegung wie den Bildungsstreik gegeben?
Während sich viele politische Organisationen – wie auch die Jusos – mit den Studierenden solidarisieren, hört man anderenorts schon die Angst vor einer gesellschaftlichen Bewegung aufkeimen. Sind die Studierenden möglicherweise Brandstifter, Linksextreme, Verrückte, Irre? Ist der Bildungsstreik eine Ausgeburt der 68er? Wird er von linksextremistischen Gruppen instrumentalisiert? Wird dort eh nur eine Minderheitenmeinung vertreten?
Oder fürchtet man einfach, dass die Studierenden mit ihren Protesten Erfolg haben könnten und gar Unverbesserliche wie Frau Schavan belehrt würden?
Eins ist klar. Die Forderungen nach:
- Abschaffung der Studiengebühren
- einem Master für alle
- Reform von Bologna
betreffen alle Studierenden und kommen allen Studierenden zugute. Wer den Bildungsstreik kritisiert, hat nicht begriffen, dass es beim Thema Bildung um ein Menschenrecht geht und das ein solches Thema Öffentlichkeit und damit auch ungewöhnliche bzw. öffentlichkeitswirksame Formen des Protestes braucht. Diskutieren ist gut, streiken ist besser! Studierende und SchülerInnen wir stehen hinter Euch!
Tags: Bildung, Bildungsstreik







Mittwoch, 2.Dezember 2009 von David
Presse